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Stellungnahme des Forum Fruerlund zum Brandanschlag vom 16.10.2015

veröffentlicht um 18.10.2015, 10:37 von Andreas Rothgaenger
Kalt, ausgebrannt, leb- und lieblos - diesen Empfang wollte der Feuerteufel in Fruerlund den bei uns hilfesuchenden Familien bescheren. Gelungen ist es ihm, uns einen Blick in seine Seele, in sein Herz zu geben.

Wäre das Unverständnis der Fruerlunder über diese Tat nicht so groß, auch ihm gegenüber hätten wir Mitleid entgegen zu bringen. Welch einsamer, ängstlicher und freudloser Mensch strebt es an, denjenigen die nichts außer ihrer Hoffnung haben, auch diese noch nehmen zu wollen?

Während wir alle in einer warmen, geschützten Wohnung unser sicheres Zuhause haben, suchen derzeit tausende von Menschen einen eben solchen Ort. Zufrieden sind sie mit einem warmen Container. 

Die humanitäre Verpflichtung, notleidenden Menschen zu helfen, sollte ausnahmslos tief in uns verankert sein. Wenn nicht unsere Gesellschaft, wenn nicht wir alle gemeinsam, wer hätte dann die Kraft, das Wissen und das Potential sich dieser Herausforderung zu stellen?

Das Feuer dieses Brandlegers bewerkstelligt es lediglich, materiellen und reparierbaren Schaden an Gebäuden zu verursachen. 
Unser Feuer der humanitären Hilfsbereitschaft schafft es zukunftsweisende Brücken über Kulturen, Religionen und Nationen zu bauen. Wir Fruerlunder laden insbesondere Dich ein, Dich mit Deinem Herzen und Deinem Verstand und mit uns allen gemeinsam an dieser guten Aufgabe zu beteiligen.


Andreas Rothgaenger
Vorsitzender des Forums Fruerlund
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